Ein Sitzstreik der sympathischen Art!

Aktionstag vom 7. Mai
 

Wettbewerb: Ein Selfie auf dem Bänkli!

Im Rahmen der Bänkli-Einweihung vom 7. Mai 2022 führt der Verein Natur statt Beton einen Selfie-Wettbewerb durch.

Begeben auch Sie sich auf den neuen Bänkliweg entlang der Linienführung der geplanten Umfahrung Aarwangen. Damit Sie sich unterwegs ausruhen können, hat der Verein Natur statt Beton auf dem ganzen Weg gemütliche Bänkli mit schönstem Blick auf die Natur aufgestellt. 

Setzen Sie sich also hin, geniessen Sie die Ruhe und machen Sie ein möglichst originelles Selfie und schicken es an info@naturstattbeton.ch

Wir veröffentlichen die Selfies auf dieser Website und eine kompetente Jury wird Ende Mai die Sieger küren. 


Ein Sitzstreik der sympathischen Art im Risenacher

Im Risenacher bei Bützberg nahmen heute 100 Personen an einem Aktionstag teil, um gegen die geplante Umfahrungsstrasse zu protestieren und besser Lösungen zu fordern. Der neu eingeweihte «Bänkli-Weg» diente einem sympathischen Sitzstreik inmitten der schönen Natur- und Kulturlandschaft.
Der Widerstand gegen die Umfahrungsstrasse Aarwangen ist ungebrochen. 100 Personen aus der Region nahmen teil an einem Aktionstag des Vereins Natur statt Beton.

Umfahrung Aarwangen trifft Westast Biel
«Stellt euch vor, hier würde eine Strasse durchführen», eröffnete Eva Fuhrimann den Aktionstag auf dem Risenacher. Fuhrimann, Anwohnerin und Co-Präsidentin des Vereins Natur statt Beton, ermahnte den Kanton wiederholt, auf die geplante Strasse mitten durch die grüne Wiese zu verzichten und bessere Alternativen zu suchen. Der vom Verein Natur statt Beton eingeladene Urs Scheuss, seit 15 Jahren aktiv gegen den Westast Biel, erzählte von seinen Erfahrungen aus dem Bürgerkomitee gegen den Autobahnanschluss mitten durch die Stadt. Die Faktoren, die 2020 in Biel zur Aufgabe des ungeliebten Westast führten, waren Sachlichkeit, Fachwissen, Geduld, Hartnäckigkeit und die Nähe zu den Bürger:innen. Über 1000 Personen wurden durch Stadtwanderungen über die nicht mehr zeitgemässe Planung und über Alternativvarianten informiert.

Bänkli- Weg anstatt Umfahrungsstrasse
Scheuss’ Resümee bestärkte auch den Verein Natur statt Beton in seiner Arbeit. Der Aktionstag zeigte, dass viele Menschen bereit sind, geduldig und hartnäckig gegen die Umfahrung zu kämpfen. Auch die Massnahmen ähneln sich. Sämi Jenzer, Landwirt und Co-Präsident des Vereins Natur statt Beton, eröffnete seinen Bänkliweg. Sieben Bänkli aus hiesigem Holz wurden entlang dem geplanten Strassenverlauf aufgestellt. An jedem Ort erzählen Tafeln über den Wert von Natur, Land- und Forstwirtschaft, sowie über den Widerstand gegen die Strasse. Nicht nur das Holz stammt aus der Gegend. Thomas Aeschlimann, Vorstandsmitglied des Vereins, hat die Bänkli zusammen mit Helfer*innen gleich selbst hergestellt. «Jedäs Bänkli äs Gschänkli?» frug Jenzer rhetorisch ins Publikum. Die Solidarität der Bevölkerung zeigte sich eindrücklich. 15 Personen sponsorten die Bänke mit grosszügigen Spenden.

Ideenbörse mit segensreichem Abschluss
Zum Abschluss der Veranstaltung moderierte Kurt Eichenberger, Geschäftsleiter des WWF Bern und Co-Präsident des Vereins Natur statt Beton eine Ideenbörse. Zahlreiche Besucher*innen ergriffen das Mikrophon, nahmen Stellung zur Strasse oder brachten Ideen ein. Highlight der Ideenbörse war der spontane Segen der reformierten Pfarrerin Kirchgemeinde Thunstetten für den neu eröffneten Bänkliweg.

Medienmitteillung Aktionstag Natur statt Beton 07.05.2022
2022_05_07_MM_Umfahrung_Aarwangen.pdf (487.02KB)
Medienmitteillung Aktionstag Natur statt Beton 07.05.2022
2022_05_07_MM_Umfahrung_Aarwangen.pdf (487.02KB)

 





Der Vorstand des Vereins Natur statt Beton testet das Linden-Bänkli.

Mehr Bilder vom Aktionstag



Was beim Bau der geplanten Luxusstrasse zerstört wird

 


«Die Umfahrung geht voll auf Kosten der Landwirtschaft. Was nützen uns die versprochenen Entschädigungszahlungen, wenn wir unsere wertvollsten Ackerböden verlieren?»

Samuel Jenzer

Betroffener Landwirt




«Mit der Umfahrung wird eine  geschützte Naturperle zerschnitten. Das können wir uns in Zeiten des Artensterbens und der Klimakrise schlicht nicht mehr leisten.»

Kurt Eichenberger

WWF Bern









«Die Umlagerung des Verkehrs wird nicht funktionieren. Deshalb sage ich Nein zu dieser  Fehlinvestition auf Kosten der Umwelt und der kommenden Generationen.»

Eva Fuhrimann

Anwohnerin

 

Infos und Bilder von der Protestaktion